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Ich wohne in einem Haus mit vielen Räumen. Bald werde ich dieses Haus verlassen. Ich forme Kugeln aus weichem Ton, die gut in meiner Hand liegen. Ich gehe durchs Haus und werfe die Kugeln durch die Räume. Ich werfe sie auf den Kühlschrank, auf den alten Kleiderschrank, auf die Treppenstufe, an Wände, Decke und Boden. Die Kugel folgt meinem Blick und fliegt durch den Raum. Mit jedem Aufprall verformt sie sich. Sie speichert die Abdrücke der Gegenstände, die Wände die sie berührt und die Maße des Raumes, den sie durchquert. Ich nehme die Kugeln und die darin gespeicherten Räume, Bewegungen und Erinnerungen mit und verlasse das Haus.

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Kontor 80, Leipzig, 2017

8 objects
Concrete, chains

Für ihre Arbeit Contact Method hat Lea Petermann weiche Kugeln aus Ton durch die Räume des Hauses geworfen, welches sie verlassen wird. Bei jedem Aufprall verformten sich die Kugeln. Entstanden sind performative Skulpturen, die in Beton gegossen die Begegnung von Körper, Raum und Material aufzeichnen und zum Erinnerungsträger für den Moment werden.

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